“Löcher”- oder Unterricht mit allen Sinnen

In den vergangenen Woche hatte unser Lehramtsanwärter Daniel Flick begonnen, mit der Klasse 7a, im Deutschunterricht das Buch “Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake”(Roman von Louis Sachar, welcher 1998 veröffentlicht wurde) zu lesen.

Schon während seiner vorbereitenden Planung  hatte Herr Flick die Idee, seinen Deutschunterricht durch einen besonderen Lerngang zu erweitern und den Schüler:innen dadurch einen anderen Blickwinkel zu ermöglichen. In Absprache mit seinem Mentor Mathias Behr entstand die Idee Stellen aus dem Buch in der Natur umzusetzen.

Am vergangenen Freitag war es dann so weit! Die 7a wanderte mit Herrn Flick und Herrn Behr in einer Stunde zum Schweinsberg. Dort hat die Luise-Bronner-Realschule seit Dezember 2021(nähere Infos: klick) die Patenschaft, für ein 50 Hektar großes Waldgrundstück, übernommen.

Der Abenteuer- Ausflug zum Schweinsberg  

Am Freitag, den 29.04.22, traf sich die Klasse 7a um 8.00 Uhr zunächst in ihrem Klassenzimmer mit ihren Lehrern Herrn Behr und Herrn Flick. Um 8.30 Uhr ging es los in Richtung Schweinsberg. Einige Schülerinnen und Schüler waren die sogenannten „Guides“, die uns mit einer uralten Karte von Herrn Behr zum Schweinsberg lotsten. Andere trugen die Spaten und Schaufeln. Nach einer Wanderung von ungefähr einer Stunde durch die Weinberge und den Wald kamen wir endlich am Schweinsberg an. Dort nahmen wir zunächst ein kleines Vesper zu uns, ehe wir gemeinsam zwei Kapitel im Buch „Löcher“ lasen. Nachdem wir kurz über die beiden Kapitel geredet hatten, schritten wir zur Tat. Zunächst berechneten wir, unter Anleitung von Herrn Behr, die Breite und Tiefe der Löcher, die im Buch erwähnt werden und kamen auf jeweils 1.50 Meter. Anschließend wurden wir in vier Gruppen eingeteilt. Zwei Gruppen gingen mit Herrn Flick mit und gruben, ähnlich wie es im Buch beschrieben wird, Löcher. Die anderen beiden Gruppen stellten mit Naturmaterialien verschiedene Dinge her, die bisher im Buch vorkamen. Nach ungefähr 40 Minuten wechselten die Gruppen ihre Arbeitsplätze. Gut eineinhalb Stunden später hatten wir tolle Hütten und andere Dinge hergestellt und zwei 20 bis 40 Zentimeter tiefe Löcher gegraben. Wir merkten, dass die Löcher (1.50 m tief und breit), die im Buch gegraben wurden, viel mehr Zeit in Anspruch genommen hätten. Auf dem Heimweg konnten wir noch Eidechsen entdecken, die, anders als die gelb-schwarz gepunktete in der Lektüre, völlig ungiftig sind. Pünktlich um 13 Uhr trafen wir, ein wenig müde aber gut gelaunt, wieder in der Schule ein. Fazit: Ein gelungener Tag, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht hatte. 

Geschrieben von der Klasse 7a